Die Wahl des richtigen Verlags ist entscheidend, wenn Autoren ihre Bücher auf den Markt bringen möchten. Doch nicht alle Verlage handeln in deinem Interesse.
Wusstest du, dass im Jahr 2022 mehr als 6.400 Betrugsmeldungen im Bereich Zeitschriften und Bücher eingereicht wurden und Schäden von 1,8 Millionen US-Dollar entstanden? Das sind beträchtliche Zahlen.
In diesem Blogbeitrag schauen wir uns sieben Warnsignale an, bei denen du eine Zusammenarbeit mit einem Verlag gründlich überdenken solltest. Los geht’s!

1. Übertriebene Werbeversprechen
Sei vorsichtig, wenn die Werbung eines Verlags großspurige Versprechen über garantierten Erfolg macht. Millionen Exemplare auf einmal zu verkaufen oder in kürzester Zeit berühmt zu werden, ist für Nachwuchsautoren praktisch unmöglich. Selbst Bestsellerautoren erreichen das nicht immer.
Auch seriöse Verlage, die mit bekannten Autoren arbeiten, können solche Ergebnisse nicht garantieren. Sei vorsichtig bei Verlagen, die mehr auf glänzende Versprechen als auf tatsächlichen Mehrwert setzen.
2. Das Angebot, eine ISBN für dich zu kaufen
Wenn du eine ISBN (International Standard Book Number) benötigst, kannst du sie problemlos online selbst kaufen. Besuche einfach My Identifiers und kaufe so viele Nummern, wie du brauchst. Eine kostet 125 US-Dollar, zehn zusammen kosten 295 US-Dollar.
Es ist unnötig, jemanden mit dem Kauf einer ISBN zu beauftragen. Dadurch können zusätzliche Gebühren oder Komplikationen entstehen. Anbieter solcher Dienstleistungen wollen lediglich an dir verdienen.
3. Registrierung des Urheberrechts am Buch
Hörst du oft, dass jemand dein Werk stehlen könnte, wenn du das Urheberrecht nicht registrieren lässt? Vergiss das – es stimmt nicht. Du erhältst das Urheberrecht automatisch an deinem literarischen Werk, sobald du es fertiggestellt hast.
Du kannst dein Buch jedoch zur zusätzlichen Absicherung registrieren lassen. Wenn du US-Staatsbürger bist, wende dich beispielsweise an das United States Copyright Office. Die Online-Registrierung kostet zwischen 45 und 65 US-Dollar, die Registrierung auf Papier kostet 125 US-Dollar.
Verlage, die den Begriff des Urheberrechts manipulieren, Schreckensgeschichten erzählen und Geld für Registrierungsdienste verlangen, sind Betrüger.

4. Literaturagenten, die dir ihre Dienste aufdrängen
Als unabhängiger Autor brauchst du nicht unbedingt einen Literaturagenten. Wenn du einen beauftragen möchtest, suche am besten über die Association of American Literary Agents. Das ist eine bewährte Anlaufstelle, bei der du sicher nicht auf einen Betrüger stößt.
Wenn ein Literaturagent von sich aus auf dich zukommt und dir unbedingt seine Dienste anbieten möchte, sei vorsichtig. Besonders verdächtig ist das, wenn du noch am Anfang stehst und der Agent dir das Blaue vom Himmel verspricht.
5. Vorauszahlung
Auf vielen Plattformen kannst du deine Bücher kostenlos hochladen. Stattdessen erhalten sie einen Anteil am Verkaufserlös. Deshalb musst du normalerweise nichts im Voraus riskieren. Eine Ausnahme sind ein professionelles Buchcoverdesign und Marketingmaterialien, mit denen du deine Zielgruppe ansprichst.
Wenn ein Verlag auf einer Vorauszahlung besteht, sollte dich das aufmerksam machen. Seriöse Verlage arbeiten in der Regel mit einer Umsatzbeteiligung oder ziehen die Kosten von künftigen Verkäufen ab. Sei vorsichtig bei Unternehmen, die Geld verlangen, bevor greifbare Ergebnisse vorliegen.

6. Keine Bewertungen oder Arbeitsbeispiele
Wenn du einen Verlag mit attraktiven Preisen gefunden hast, von dem du noch nie gehört hast, überstürze nichts. Recherchiere zunächst den Ruf des Unternehmens und lies Bewertungen früherer Kunden. Du kannst diese Informationen auch direkt beim Unternehmen anfordern.
Wenn ein Unternehmen grundsätzlich keine Kundenbewertungen vorlegen oder Arbeitsbeispiele zeigen möchte, solltest du Abstand nehmen. Eine solche Haltung deutet auf mangelnde Zuverlässigkeit und fehlende Vertrauenswürdigkeit hin.
7. Zuschussverlage
Auf den ersten Blick helfen Zuschussverlage Autoren dabei, ihre Bücher zu veröffentlichen. Dafür verlangen sie jedoch viel Geld. Die Qualität und das Endergebnis sind ihnen nicht wirklich wichtig. Du kannst dein Buch zwar veröffentlichen, aber es kann schwierig sein, andere zum Lesen oder Kaufen zu bewegen.
Prüfe Unternehmen immer bei der Alliance of Independent Authors , um eine Zusammenarbeit mit Zuschussverlagen zu vermeiden. Nutze die Dienste vertrauenswürdiger und empfohlener Organisationen.
Hier ist vorsichtshalber eine Liste einiger unzuverlässiger Unternehmen. Es gibt jedoch noch viele weitere:
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Fazit
Als Autor verdienst du einen vertrauenswürdigen Verlag, der dir hilft, deine Zielgruppe zu erreichen. Wenn du Unternehmen mit Warnsignalen meidest, kannst du deine Investition schützen, die Kontrolle über dein geistiges Eigentum behalten und deine Chancen auf eine erfolgreiche Veröffentlichung erhöhen.
Recherchiere gründlich, hole Empfehlungen ein und nutze verlässliche Quellen, wenn du Entscheidungen über deine Veröffentlichung triffst.
Bist du schon einmal auf Betrüger unter Verlagen gestoßen? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren.