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Selfpublishing-Anbieter: Händler und Distributoren im Vergleich

Vasylysa
7 Min. Lesezeit
22.01.2021

Wenn du ein unabhängiger Autor bist, lebst du in einer Zeit des Self-Publishing-Booms. Du kannst ohne klassischen Verlag ein Buch veröffentlichen und erfolgreich sein – unter günstigen Umständen sogar sehr erfolgreich.

Die Zahl der Möglichkeiten ist enorm. Du kannst zwischen zahlreichen Onlinehändlern und Aggregatoren wählen, die mühsame Arbeit gegen einen Anteil deiner zukünftigen Einnahmen übernehmen. Das ist hilfreich, kann aber auch überfordern.

Vielleicht fragst du dich:

„Was ist die beste Lösung für mich? Wie erhöhe ich die Erfolgschancen dieses Buches, in das ich so viel Herzblut gesteckt habe?“

Um dir die Entscheidung zu erleichtern, betrachten wir die Branche und die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Vertrieb über Onlinebuchhändler und Aggregatoren.

Die Größe der Self-Publishing-Branche

2007 startete Amazon Kindle Direct Publishing. Damit konnten unabhängige Autoren weltweit veröffentlichen, ohne Agenten zuerst vom Wert ihres Buches überzeugen zu müssen.

Das war der Beginn einer schriftstellerischen Renaissance. Seitdem ist der Markt für unabhängig veröffentlichte Bücher stark gewachsen. ImJahr 2014führte die Vereinfachung des Veröffentlichungsprozesses zu folgender Entwicklung:

„Unabhängige Autoren erreichten 31 Prozent der E-Book-Verkäufe auf Amazon.com und verdienten mehr E-Book-Tantiemen als Autoren der fünf großen traditionellen Verlage.“

Etwa zwei Jahre später, 2016, erzielten „fast 300 Millionen unabhängig veröffentlichte Exemplare in den USA 1,25 Milliarden US-Dollar Umsatz innerhalb einer Branche mit insgesamt 6 Milliarden US-Dollar Umsatz.“

Manche Autoren, die wegen mangelnden Marketings im traditionellen Verlagswesen wenig Erfolg hatten, erzielten im Self-Publishing hervorragende Ergebnisse. Ein Beispiel ist Thrillerautor Mark Dawson, der mehr als 300.000 Exemplare seiner Reihe verkaufte.

Neben seinen schriftstellerischen Fähigkeiten beruhte Dawsons Erfolg wesentlich auf seinem intensiven Marketing und dem Aufbau einer Fangemeinde.

Self-Publishing bietet also viele Möglichkeiten. Doch wo solltest du beginnen?

Buchhändler oder Aggregatoren?

Heute kann ein Buch innerhalb von 24 Stunden auf dem Markt sein. Vor nicht langer Zeit wäre das kaum vorstellbar gewesen.

Es gibt zweieinhalb Möglichkeiten für den Vertrieb deines selbst veröffentlichten Buches , damit die Welt es entdecken kann:

1. Direkt bei ausgewählten Onlinehändlern veröffentlichen.

Du wählst Händler aus und lädst dein Buch bei jedem selbst hoch. Alle Konten verwaltest du eigenständig und erhältst die von den jeweiligen Händlern vorgesehenen Einnahmen.

2. Mit einem Aggregator mehrere Händler zugleich beliefern.

Ein Aggregator ist ein Vermittler, der dein Buch an die von dir gewählten Händler verteilt, soweit sie zu seinem Vertriebsnetz gehören. Verschiedene Aggregatoren haben unterschiedliche Partner und Reichweiten. Dafür verlangen sie eine Gebühr oder einen Anteil der Verkäufe.

2,5. Der kombinierte Vertriebsansatz

Mit dem kombinierten Vertrieb selbst veröffentlichter Bücher meinen wir die direkte Veröffentlichung bei einem ausgewählten Händler und den Einsatz von Aggregatoren für die übrigen.

Bei der Entscheidung zwischen direkter Veröffentlichung und Aggregator solltest du mehrere Punkte bedenken:

Einnahmen

  • Direkter Vertrieb. Du erhältst deinen Verkaufsanteil abzüglich der Gebühren des Buchhändlers.
  • Aggregator. Du bezahlst eine feste Gebühr und/oder einen Anteil der Verkäufe.

Zeit bis zur Veröffentlichung

Wenn du möglichst schnell viele Händler erreichen möchtest, eignen sich Aggregatoren.

Bedienkomfort

  • Direkter Vertrieb. Du verwaltest alle Konten selbst. Das kann besonders bei wenig Zeit anstrengend sein.
  • Aggregator. Du nutzt eine gemeinsame Verwaltungsoberfläche für deine Konten. Die verfügbaren Eingriffsmöglichkeiten sind allerdings begrenzt.

Auswertungen

  • Direkter Vertrieb. Für jedes Konto gibt es separate Auswertungen.
  • Aggregator. Manche Aggregatoren bieten Statistiken über alle Vertriebskanäle hinweg. Das hilft Autoren, die ihr Marketing anhand von Daten planen.

Auszahlungen

  • Direkter Vertrieb. Du erhältst deine Zahlungen ohne zusätzliche Verzögerung durch einen Vermittler.
  • Aggregator. Möglicherweise musst du länger auf dein Geld warten: Händler zahlen zunächst an den Aggregator, der es anschließend an die Autoren weitergibt.

Verwaltung von Änderungen.

  • Direkter Vertrieb. Du kannst Änderungen schnell und unkompliziert vornehmen.
  • Aggregatoren. Du musst warten, bis Änderungen bei den Händlern ankommen. Manchmal fallen dafür zusätzliche Gebühren an. Das kann für perfektionistische Autoren schwierig sein.

Wäge die Vor- und Nachteile ab und wähle die passendste Möglichkeit.

Für viele neue unabhängige Autoren könnte der „kombinierte Ansatz“ besonders geeignet sein. Warum?

Einige große Anbieter dominieren den Markt.

Je nach Situation erzielt eine dieser Plattformen die meisten Einnahmen für einen Autor. Finde heraus, welche Plattform deine Zielgruppe bevorzugt, und veröffentliche dort direkt. Für die übrigen Händler kannst du einen Aggregator nutzen.

Zur Orientierung folgt ein kurzer Überblick über wichtige Onlinebuchhändler und Aggregatoren.

Wichtige Buchhändler und Aggregatoren für Self-Publishing

Zu den marktstarken Buchhändlern gehören:

  • Amazon KDP. Besonders geeignet für den US-amerikanischen und britischen Markt oder eine breite internationale Zielgruppe.
  • Apple Books. Ideal für Mac-Nutzer, die auch andere Apple-Nutzer erreichen möchten.
  • Kobo Writing Life. Kobo ist besonders stark in Kanada und deshalb für diesen Zielmarkt interessant.
  • Barnes and Noble Press. Dieser Anbieter kann auch Möglichkeiten eröffnen, Bücher in seinen Filialen zu verkaufen. Der Weg dorthin ist allerdings lang und anspruchsvoll. 

Du kannst einen dieser Händler als Hauptplattform auswählen und weitere über einen Aggregator erreichen. Dazu passen folgende Anbieter:

Zu den bekannten Aggregatoren gehören:

  • Draft2Digital. Ein komfortabler Aggregator mit großer Reichweite im englischsprachigen Buchmarkt. Es gibt keine Einrichtungsgebühr, aber einen Anteil an den Einnahmen.
  • IngramSpark. Ein großer Aggregator und Anbieter für Druck auf Bestellung. Die Einrichtungsgebühren betragen 45 US-Dollar für Print, 25 US-Dollar für E-Books und 49 US-Dollar für beide. Außerdem gibt es Großhandelsrabatte , die den Preis deines Buches beeinflussen.
  • BookBaby. Bietet ein umfassendes Self-Publishing-Paket und ist für Lektorat und Design bekannt. Die Preise sind allerdings hoch; manche Pakete kosten mehr als 2.000 US-Dollar.
  • SmashWords. Verteilt Bücher an wichtige Onlinehändler außer Amazon. Der Amazon-Vertrieb steht Autoren offen, deren Bücher mehr als 2.000 US-Dollareingebracht haben. Es gibt keine festen Gebühren, jedoch eine Verkaufsprovision.
  • PublishDrive. Eine vergleichsweise neue Plattform, die auch asiatische sowie ost- und westeuropäische Märkte erreicht.. Es gibt keine Startgebühr und keine Verkaufsprovision. Stattdessen ist ein Monatsabonnement zwischen 10 und 100 US-Dollar erforderlich. 

Zum Schluss ein kurzer Hinweis zur ISBN

Manche Händler und Aggregatoren verlangen eine ISBN, andere nicht. Wenn du gedruckte Bücherverkaufen möchtest, benötigst du eine ISBN.

Du kannst eine ISBN kaufen oder deinen Vertriebspartner damit beauftragen. Manche Anbieter stellen sie kostenlos bereit. Wenn du vollständig unabhängig bleiben möchtest, empfehlen wir eine eigene ISBN.

Dann wirst du als Herausgeber des Buches geführt. Bei einem Plattformwechsel kannst du deine ISBN mitnehmen. Denke jedoch daran, dass jedes Format eine eigene ISBN benötigt.

In manchen Ländern, beispielsweise Kanada, werden ISBNs kostenlos vergeben.

Fazit

Self-Publishing ist ein umkämpfter Markt für Autoren, Verlage und Aggregatoren. Die Branche verändert sich deshalb ständig. Um passende Angebote zu finden, solltest du den Markt beobachten und die Optionen vergleichen.

Wenn du ein besonders günstiges Buchcoverdesign für deine Veröffentlichung brauchst, sind wir für dich da.

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Vasylysa Vasylysa ist eine erfahrene Content-Autorin, die seit mehreren Jahren mit unabhängigen Autoren zusammenarbeitet. Ihre Schwerpunkte sind Buchmarketing und Coverdesign. Dieser Bereich liegt ihr besonders am Herzen, da sie selbst eine unabhängige Autorin ist. Mit ihrem Debütroman The Skeleton in the Cupboard begann ihre schriftstellerische Laufbahn; derzeit arbeitet sie an einem neuen Buch. In ihrer Freizeit liest Vasylysa gern, kümmert sich um ihre Pflanzen, geht spazieren und fährt Motorrad.
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