Du besitzt einen reichen Schatz an Erfahrungen und Wissen und möchtest ihn mit der Welt teilen, um Menschen zu helfen.
Großartig! Damit erfüllst du die wichtigste Voraussetzung für einen Ratgeber. Jetzt geht es darum, den anspruchsvolleren Teil zu meistern.
Wie schreibt man einen erfolgreichen Ratgeber?
Musst du monatelang im Hochgebirge nach Erleuchtung suchen und die geheimnisvolle Kunst der Selbsthilfe erlernen? Das könntest du natürlich tun, doch für ein gutes Buch ist es nicht nötig.
Die Aufgabe erscheint schwierig, vielleicht sogar überwältigend. Mit einem Plan kannst du sie jedoch bewältigen. Wir geben dir einen umsetzbaren Plan für einen erfolgreichen Ratgeber.
Voraussetzungen für einen guten Ratgeber
Vielleicht fragst du dich:
„Brauche ich eine besondere Ausbildung, um einen erfolgreichen Ratgeber zu schreiben?“
Eine entsprechende Ausbildung kann hilfreich sein, ist aber keine Voraussetzung.
Du bringst bereits mit, was du für ein solches Buch brauchst:
- eine eigene Perspektive und persönliche Erfahrungen,
- die Fähigkeit, Gedanken verständlich aufzuschreiben.
Der Rest hängt von Engagement, Ausdauer und Disziplin ab.
Was macht einen guten Ratgeber aus?
Hast du schon einmal befürchtet, du könntest keinen guten Ratgeber schreiben, weil du nicht „besonders“ bist oder nichts Außergewöhnliches zu sagen hast? Verabschiede dich von diesen Gedanken.
Ein guter Ratgeber spricht seine Zielgruppe an.
Das ist der Maßstab, den dein Text erfüllen sollte. Alles andere sind unproduktive Überlegungen, die dich aufhalten.
Ein guter Ratgeber erfüllt einige Kriterien:
- Er ist gut aufgebaut.
- Er hilft deiner Zielgruppe, ein Problem zu lösen.
- Er tut dies auf ansprechende und einprägsame Weise.
Deine Inhalte müssen nicht revolutionär sein, und du brauchst keine meisterhafte Prosa. Erfülle diese drei Kriterien, und die Leser werden dein Buch schätzen.
Wie viele Wörter hat ein Ratgeber?
Beim Umfang sind Ratgeber besonders flexibel.
Der Bestseller Who Moved my Cheese von Spencer Johnson umfasst beispielsweise nur 14.355 Wörter. Jordan Petersons „12 Rules for Life“ hat dagegen 136.365 Wörter.
Also: Wie viele Wörter sollte ein Ratgeber haben?
- Im Durchschnitt etwa 50.000.
Denke jedoch daran, dass sehr lange Bücher Leser abschrecken können. Bleibe übersichtlich und komme auf den Punkt.
Das Schreiben eines Ratgebers vorbereiten
Der Anfang ist oft der schwierigste Teil, besonders bei großen Projekten. Teilen wir die Vorbereitung deshalb in überschaubare Schritte auf.
Worüber du in einem Ratgeber schreiben kannst
Wenn du unsicher bist, worüber du in deinem Ratgeber schreiben sollst, wähle etwas, das dir wichtig ist oder nahegeht.
Um passende Themen für deinen Ratgeberzu finden, frage dich: Welche Schwierigkeiten und Hindernisse hast du überwunden, und wie ist dir das gelungen?
Vielleicht hattest du lange Schwierigkeiten, dich zu konzentrieren, und hast dann ein ausgeklügeltes System entwickelt, mit dem du stundenlang im Arbeitsfluss bleibst. Oder deine Budgetplanung war ein Albtraum, doch über die Jahre hast du deine Finanzverwaltung immer effizienter gestaltet.
Falls dir zunächst nichts einfällt, denke über deine Erfahrungen und dein Wissen nach:
- Schreibe persönliche Probleme auf, die dich beschäftigen oder ärgern.
- Suche nach einer Gemeinsamkeit oder dem Thema, das dich am stärksten bewegt.
- Begib dich anschließend auf eine gedankliche Entdeckungsreise: Lerne, experimentiere, höre zu und probiere Dinge zu diesem Thema aus.
So sammelst du nach und nach Erfahrungen, die deinen Ratgeber inspirieren können.
Wenn du weiterhin Schwierigkeiten hast, ein Thema für deinen Ratgeberzu finden, helfen dir vielleicht diese beliebten Bereiche:
- Psychisches Wohlbefinden
- Selbstdisziplin
- Produktivität
- Finanzieller Erfolg
- Persönliche Finanzen
- Achtsamkeit
Denke daran: Wenn dich dein Thema begeistert, wirst du das Buch eher fertigstellen.
Die Kernaussage deines zukünftigen Ratgebers formulieren
Die Kernaussage fasst die Hauptidee deines Ratgebers auf das Wesentliche zusammen. Sie kann aus einem Satz oder einem Absatz bestehen. Entscheidend ist, dass sie knapp bleibt.
Üblicherweise folgt sie diesem Aufbau:
- Das Problem + warum es schadet + wie man es löst.
Zum Beispiel:
Mangelnde Konzentration kann gravierende Folgen haben. Ein durchdachtes Belohnungssystem kann dir helfen, konzentrierter und produktiver zu arbeiten und zufriedener zu werden.
Oder:
Die Kultur des ständigen Arbeitens fördert Unzufriedenheit und Ängste. Wahres Glück liegt in innerer Ruhe, deren Bedeutung häufig unterschätzt wird.
Eine klare Kernaussage hilft dir, deinen Ratgeber zu gliedern und seiner Grundidee treu zu bleiben.
Zielgruppe und Thema recherchieren
Mit deiner Kernaussage kannst du nun deine Zielgruppe recherchieren und ein Bild deiner Leser entwickeln. Berücksichtige:
- ihr durchschnittliches Alter,
- ihren kulturellen Hintergrund,
- ihre Wünsche und Ziele,
- ihre Sorgen und Ängste,
- ihre Vorlieben und Abneigungen,
- ihre alltäglichen Schwierigkeiten.
Wenn du weißt, wen du ansprichst, kannst du leichter passende Beispiele, erfundene Geschichten und ansprechende Inhalte entwickeln.
Versuche außerdem, möglichst viel über dein Thema zu lernen. Beschäftige dich mit Literatur, Videos und Erfahrungsberichten. Halte alle wichtigen Informationen fest..
Deine Erkenntnisse helfen dir dabei, einen Ratgeber zu schreiben und zu verkaufen.
So strukturierst du einen Ratgeber:
Du kannst deinen Ratgeber nach eigenen Vorstellungen strukturieren. Im Zweifelsfall halte dich an einen bewährten Aufbau.
Ein guter Aufbau für einen Ratgeber sieht so aus:
- Kapitel 1: Wecke Interesse an deinem Buch und zeige, wie und warum es für deine Leser relevant ist.
- Stelle das Problem und dich selbst so vor, dass beides zum Rahmen deines Ratgebers passt.
-
- Zeige deinen Lesern, dass sie dir vertrauen können. Erzähle beispielsweise, wie das Problem dein Leben beeinflusst hat, um eine Verbindung herzustellen.
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- Deute an, dass es keinen Grund zur Verzweiflung gibt, weil eine Lösung existiert.
- Kapitel 2 (optional): Vermittle deiner Zielgruppe ein tieferes Verständnis des Problems.
- Erkläre die Geschichte des Problems, mit dem sich dein Ratgeber befasst. Vergiss nicht, alle Quellen anzugeben!
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- Beschreibe die Folgen des Problems und bisherige Lösungsversuche.
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- Nenne auch versteckte Schwierigkeiten, auf die Betroffene stoßen können.
- Kapitel 3 bis n: Löse das Problem Schritt für Schritt. Stelle dein hilfreiches System oder deine Philosophie ansprechend und knapp vor.
- Letztes Kapitel: Fazit.
- Fasse den Weg zusammen, den deine Leser zurückgelegt haben.
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- Ermutige sie und wünsche ihnen viel Erfolg. Ein hoffnungsvoller Abschluss motiviert. Greife nach Möglichkeit das erste Kapitel wieder auf, etwa indem du erzählst, dass du die Herausforderung überwunden hast und heute zufriedener lebst.
- Literaturverzeichnis. Eine Liste deiner Quellen.
Eine Gliederung für deinen Ratgeber erstellen
Manche Menschen schreiben auch ohne Gliederung gut. Andere brauchen sie unbedingt. Wenn du nicht weißt, zu welcher Gruppe du gehörst, arbeite zunächst mit einer Gliederung. Ohne sie kann das Schreiben sehr frustrierend und demotivierend werden.
Erstelle deshalb eine Gliederung:
- Lege den Aufbau deines Ratgebers fest und behandle ihn wie ein Inhaltsverzeichnis.
- Plane jedes Kapitel und seine Unterkapitel.
- Bestimme, welche Inhalte die Kapitel enthalten, wie du sie darstellst und welche Quellen du verwendest.
Je genauer deine Gliederung ist, desto leichter fällt es dir, einen Ratgeber zu schreiben.
Tipps zum Schreiben eines Ratgebers
Jetzt ist es Zeit, dich hinzusetzen und dein Buch tatsächlich zu schreiben. Bleibe ruhig und atme langsam und tief. Du schaffst das!
Hier sind einige Tipps zum Schreiben eines erfolgreichen Ratgebers , die dich dabei unterstützen:
Beginne mit einem Aufhänger. Die ersten Seiten entscheiden, ob Leser weiterlesen. Wecke deshalb ihre Neugier. Häufig beginnt ein Ratgeber mit einer Geschichte, etwa einer persönlichen Anekdote oder einem ungewöhnlichen historischen Ereignis. Interessante Fakten und Statistiken können ebenfalls Aufmerksamkeit wecken. Recherchiere und nutze deine Stärken.
Biete Übungen an. Ergänze am Ende der Kapitel mit deinen Lösungsansätzen Übungen oder praktische Hinweise, mit denen Leser deine Ideen in ihrem Leben umsetzen können.
Nutze Abbildungen. Verschiedene Lernformen zu kombinieren kann das Lernen wirksamer machen. Ergänze deinen Text deshalb, wenn es sinnvoll und möglich ist, durch Bilder, die Abläufe erklären oder veranschaulichen.
Stütze dich auf anerkannte Stimmen. Zitiere Personen, die deine Gedanken unterstützen. Statistiken, Forschung und Fakten machen deine Aussagen glaubwürdiger. Übertreibe es jedoch nicht: Deine Stimme sollte die wichtigste Erzählerstimme deines Ratgebers bleiben.
Gib Quellen an. Möchtest du größere Teile fremder Werke übernehmen, bitte um Erlaubnis. Gib ansonsten deine Quellen an.
Sprich Gefühle an. Gefühle beeinflussen Kaufentscheidungen. Selbst überzeugende Belege helfen wenig, wenn du deine Leser emotional nicht erreichst. Sei ehrlich über deine Erfahrungen und offen mit deinen Gefühlen. Verwende nachvollziehbare Beispiele und zeige, dass du die Wünsche und Beweggründe deiner Leser verstehst.
Begegne deinen Lesern mit entspanntem Respekt , wie einem guten Freund. Drücke dich frei aus, ohne ihre Erfahrungen und ihr Wissen herabzusetzen.
Verwende kurze Sätze und einfache Wörter , damit dein Text klar und flüssig bleibt.
Gib deinen Kapiteln einprägsame Titel , die zugleich genügend über ihren Inhalt verraten.
Titelideen für deinen Ratgeber
Ein guter Ratgebertitel spricht deine Leser gezielt an und hinterlässt einen positiven ersten Eindruck. Sehen wir uns an, was einen wirkungsvollen Titel ausmacht.
Zunächst fällt auf: Im Ratgeberbereich sind lange Titel sehr beliebt. Zum Beispiel:
13 Things Mentally Strong People Don’t Do: Take Back Your Power, Embrace Change, Face Your Fears, and Train Your Brain for Happiness and Success
Das ist eine gute Nachricht: Du hast mehr Raum. Gleichzeitig sollte jedes Wort etwas beitragen.
Die beliebteste Formel für einen Ratgebertitel lautet:
Einprägsamer Titel + erklärender Untertitel:
- Atomic Habits: An Easy & Proven Way to Build Good Habits & Break Bad Ones
- The Four Agreements: A Practical Guide to Personal Freedom
- The Mountain Is You: Transforming Self-Sabotage Into Self-Mastery Paperback
Ein guter Ratgebertitel deutet also das Problem an und zeigt gleichzeitig, dass das Buch eine Lösung bietet. Die Titel sollen auffallen, aber leicht verständlich bleiben.
Du musst dieser Formel nicht unbedingt folgen. Achte jedoch darauf, dass dein Titel das Problem benennt und eine Lösung verspricht.
Vage Titel reichen auf einem dicht besetzten Markt nicht aus.
Fazit
Nach dem ersten Entwurf deines Ratgebers ist es Zeit, ihn zu testen und zu überarbeiten. In unserem Artikel erfährst du mehr darüber, wie du dein Buch mit kleinem Budget verbessern kannst. Wir wünschen dir Ausdauer und etwas Glück. Finde deinen kreativen Arbeitsfluss, und du wirst merken, wie dein Ratgeber Gestalt annimmt und dich weiter motiviert.
Wenn du Hilfe mit visuellen Marketingmaterialien, der Buchformatierung oder dem Buchcoverdesignbrauchst, unterstützen wir dich gern.





