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So veröffentlichst du dein Buch mit kleinem Budget selbst

Vasylysa
6 Min. Lesezeit
05.08.2022

Ein Buch zu veröffentlichen ist nicht günstig, besonders wenn du alles selbst organisierst. Die Kosten liegen durchschnittlich zwischen 2.000 und 5.000 US-Dollar und können bis zu 20.000 US-Dollar erreichen. Das klingt erschreckend, oder?

Du fragst dich wahrscheinlich, ob du bei der Veröffentlichung deiner Geschichte Geld sparen kannst. Ja, das ist möglich. Heute zeigen wir dir, wie du dein Buch mit kleinem Budget selbst veröffentlichst. Hier kommen hilfreiche Tipps.

Wie sparst du beim Lektorat?

Zum Selfpublishing-Budget gehören Lektorat, Coverdesign, Formatierung, Marketing, Druck, Vertrieb und mehr. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Kosten. Lektorat gehört zu den teuersten Bereichen: Korrekturlesen kostet zwischen 0,01 und 0,02 US-Dollar pro Wort, ein inhaltliches Lektorat zwischen 0,07 und 0,12 US-Dollar pro Wort. Bei einem Buch mit mindestens 70.000 Wörtern zahlst du je nach Bedarf etwa 700 bis 8.400 US-Dollar. Das ist viel Geld.

Wenn du dir professionelle Hilfe nicht leisten kannst, kannst du dein Buch als letzte Möglichkeit selbst überarbeiten. Beachte dabei einige Regeln:

  • Nimm Abstand von deiner Geschichte. Beginne nicht unmittelbar nach dem Schreiben mit der Überarbeitung. Warte eine Woche, zwei Wochen oder sogar einen Monat. Mit etwas Abstand kannst du die Geschichte frischer beurteilen.
  • Lies laut vor. Beim stillen Lesen übersiehst du leicht etwas. Lautes Vorlesen hilft, Schwachstellen im Manuskript zu finden.
  • Drucke dein Manuskript aus. Bisher hast du dein Buch am Bildschirm oder im Notizbuch gesehen. Ein neues Format hilft dir, anders auf die Geschichte zu schauen.
  • Schließe zuerst die Handlungslücken. Dazu gehören sachliche Fehler, unmögliche Ereignisse, unpassendes Verhalten der Figuren, Kontinuitätsprobleme und offene Handlungsstränge. Danach kümmerst du dich um Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung.
  • Überarbeite Szene für Szene. Bearbeite nicht das ganze Buch auf einmal. Konzentriere dich auf eine Szene und ihre Einzelheiten.

Anschließend kannst du mit diesen Werkzeugen nach Rechtschreibfehlern suchen:

Was ist mit Testlesern?

Auch bei großer Sorgfalt kannst du Schwächen übersehen. Wenn du keine professionelle Hilfe bezahlen kannst, sind Testleser besonders wichtig. Sie geben einen allgemeinen Eindruck vom Buch und können außerdem:

  • Handlungslücken und Probleme mit dem Erzähltempo erkennen
  • Beurteilen, ob Figuren und Handlung verständlich sind
  • Rechtschreibfehler finden

Wo findest du Testleser? Frage zunächst deinen Partner, Freunde, Eltern oder — bei Kinderbüchern — deine Kinder. Diese Hilfe ist kostenlos.

Du kannst auch Buchblogger fragen, die meist viel Leseerfahrung haben. Biete ihnen ein Exemplar deines kommenden Buchs im Austausch gegen ihre Meinung an.

Wähle Testleser aus deiner Zielgruppe. Wenn du Fantasy schreibst, frage einen Fantasyfan. Er kennt wahrscheinlich fantastische Welten und Fabelwesen und kann hilfreiches Feedback geben.

Was ist mit Formatierung und Coverdesign?

Vor der Veröffentlichung zählt nicht nur der Text. Nach der Überarbeitung ist die Formatierung an der Reihe. Viele Selfpublishing-Anbieter haben eigene Vorgaben, daneben gibt es allgemeine Regeln.

Was solltest du beim Formatieren beachten?

  • Schrift. Im Allgemeinen empfiehlt sich Times New Roman mit 12 Punkt.
  • Seitenränder. Plane auf allen Seiten einen Rand von einem Zoll ein.
  • Einzüge. Rücke die erste Zeile eines neuen Absatzes um einen halben Zoll ein.
  • Zeilenabstand. Verwende doppelten Zeilenabstand.
  • Ausrichtung. Richte den Text linksbündig aus.
  • Seitenzahlen. Beginne mit eins und nummeriere fortlaufend.
  • Szenenwechsel. Eine Leerzeile oder drei Sternchen können den Beginn einer neuen Szene kennzeichnen.
  • Abstand zwischen Sätzen. Nach dem Punkt sollte nur ein Leerzeichen stehen.
  • Schluss. Schreibe „ENDE“ zentriert, um das Ende des Manuskripts zu kennzeichnen.
  • Seitengröße. Die Standardgröße beträgt 8,5 × 11 Zoll.

Diese Formatierungswerkzeuge können den Prozess erleichtern:

Warum solltest du nicht am Coverdesign sparen?

Das Cover ist das Erste, was potenzielle Leser im Buchladen sehen. Deine Geschichte kann noch so fesselnd sein — niemand erfährt es, wenn er das Buch nicht in die Hand nimmt und den Klappentext liest.

Es ist besser, einen Coverdesigner zu beauftragen. Für ein professionelles Coverdesign sprechen weitere Gründe:

  • Designer kennen den Markt: Sie wissen, was funktioniert und was nicht
  • Sie erkennen den besonderen Reiz deiner Geschichte
  • Sie kennen die Besonderheiten jedes Genres
  • Sie haben Zugang zu hochwertigen Bildern und professionellen Schriften
  • Sie können ein Cover von Grund auf illustrieren
  • Sie verstehen die psychologische Wirkung von Farben
  • Sie gestalten zusätzliche Werbematerialien

Ein Cover ist nicht nur ein schönes Kleid für deine Geschichte, sondern ein starkes Marketingwerkzeug. Natürlich kannst du es selbst gestalten, um zu sparen. Dafür gibt es viele Anleitungen und Online-Werkzeuge .

Du kannst auch ein vorgefertigtes Cover kaufen . Es kostet weniger, spricht eine breitere Käuferschaft an und bietet eine Alternative zum individuellen Design. Vorgefertigte Cover berücksichtigen dennoch die Genrekonventionen. Die Auswahl ist vielfältig, und häufig sind kleine Änderungen möglich.

Wo kannst du dein Buch kostenlos veröffentlichen?

Ein E-Book ist besonders geeignet, da du deine Geschichte auf den meisten Verkaufsplattformen kostenlos hochladen kannst. Manche Selfpublishing-Anbieter bieten zusätzlich kostenpflichtigen Druck an, den du später nutzen kannst.

Sehen wir uns einige bekannte Plattformen an.

Kindle Direct Publishing

Eine der größten Online-Buchhandlungen bietet Tantiemen bis zu 70 %. Nach dem Hochladen erscheint dein Buch innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Du kannst mit einem Konto mehrere Bücher verkaufen.

Barnes & Noble Press

Ein weiterer großer Buchhändler bietet bis zu 70 % Tantiemen. Marketing und Druck sind gegen Aufpreis verfügbar. Autoren werden monatlich bezahlt, und die Website enthält einen praktischen Tantiemenrechner.

Rakuten Kobo

Einer der beliebtesten Buchhändler in Kanada bietet Autoren bis zu 70 % Tantiemen und produktionsfertige Dateien. Besondere Werbedienste sind gegen Aufpreis erhältlich.

Apple Books

Wie die meisten großen Online-Buchhändler bietet Apple bis zu 70 % Tantiemen. Seine Nutzer sind häufig bereit, höhere Buchpreise zu zahlen.

Lulu

Dieser Selfpublishing-Anbieter bietet zusätzliche kostenpflichtige Dienstleistungen wie Lektorat, Coverdesign und Marketing. Das Hochladen ist kostenlos, und Autoren können bis zu 90 % Tantiemen erhalten.

Wie bewirbst du dein Buch?

Das Internet bietet viele Möglichkeiten, Bücher mit kleinem Budget zu bewerben. Manche kosten überhaupt kein Geld, sondern nur deine Zeit. Hier sind einige davon.

Social-Media-Marketing

Wenn du gerade anfängst und keine eigene Website erstellen kannst, reichen zunächst soziale Netzwerke. Instagram und Facebook sind nicht nur Orte für Katzenfotos, sondern auch Marketingwerkzeuge.

Erstelle Autorenprofile, auf denen du deine Bücher bewirbst und neue Leser gewinnst. Was brauchst du dafür?

  • Ansprechende Inhalte. Nicht nur Texte, sondern auch praktische, wertvolle Informationen wie Schreibtipps und persönliche Einblicke.
  • Interaktive Inhalte. Teile Memes zu deinem Beruf und spiele mit deinen Lesern.
  • Fragen. Frage deine Follower nach Coverideen, Veranstaltungsorten oder Namen für neue Figuren.
  • Gewinnspiele und Wettbewerbe. Verlose Bücher unter neuen Followern oder veranstalte Wettbewerbe für die beste Rezension oder Fanart.
  • Zusammenarbeit mit anderen Autoren. Organisiert gemeinsame Livestreams und markiert euch gegenseitig in Beiträgen. So erreicht ihr ein größeres Publikum.

Autorenwebsite

Wenn du bereits eine Website hast, nutze sie für deine Autorenmarke. Du kannst zum Beispiel:

  • Einen Blog führen. Erzähle vom Schreiben, deiner Kreativität und deinen Erkenntnissen. Teile auch persönliche Momente. Dein Blog sollte zum Abonnieren anregen.
  • Newsletter versenden. Auch deine E-Mails sollten originell und interessant sein. Probiere ungewöhnliche Newsletter-Themen aus: nicht nur Veröffentlichungsnachrichten, sondern auch zusätzliche Kapitel oder eine Auswahl von Fanart.

Online-Werbung benötigt also nicht unbedingt Geld, sondern Zeit für Inhalte und Regelmäßigkeit. Weitere Möglichkeiten, dein Buch kostenlos zu bewerben , findest du in unserem Artikel.

Bonus: 10 Spartipps für Selfpublishing von Jenna Moreci

Jenna Moreci ist Bestsellerautorin und Schreibcoach. Sie teilte zehn Möglichkeiten, beim Selfpublishing Geld zu sparen. Hier sind die wichtigsten Punkte:

  1. Wähle Lektoratspakete.
  2. Organisiere virtuelle Veranstaltungen.
  3. Spare nicht am Cover.
  4. Arbeite mit anderen Autoren zusammen.
  5. Biete digitale Extras an.
  6. Probiere Vellum aus.
  7. Knüpfe Freundschaften mit Autoren.
  8. Nutze Gutscheincodes und Rabatte.
  9. Kaufe in größeren Mengen.
  10. Lass dir Zeit!

Weitere Einzelheiten findest du in ihrem neuen Video:

Fazit

Jetzt weißt du, wie du beim Selfpublishing sparen kannst. Lektorat gehört zu den teuersten Schritten. Mit einigen Regeln und der Hilfe von Testlesern kannst du die Überarbeitung jedoch selbst übernehmen.

Am Cover solltest du nicht sparen: Es ist das Gesicht deiner Geschichte und ein starkes Marketingwerkzeug. Deshalb empfehlen wir einen professionellen Designer.

Dank des Internets ist Buchwerbung zugänglicher geworden. Interessante Inhalte und Interaktion reichen oft aus, um neue Leser und Follower zu gewinnen.

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Vasylysa Vasylysa ist eine erfahrene Content-Autorin, die seit mehreren Jahren mit unabhängigen Autoren zusammenarbeitet. Ihre Schwerpunkte sind Buchmarketing und Coverdesign. Dieser Bereich liegt ihr besonders am Herzen, da sie selbst eine unabhängige Autorin ist. Mit ihrem Debütroman The Skeleton in the Cupboard begann ihre schriftstellerische Laufbahn; derzeit arbeitet sie an einem neuen Buch. In ihrer Freizeit liest Vasylysa gern, kümmert sich um ihre Pflanzen, geht spazieren und fährt Motorrad.
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